Neurologische Kinesiologie

Die NICE-Methode ist eine sehr körperorientierte, kinesiologische Behandlungsform, die das Nervensystem systematisch testet, balanciert und neu organisiert. Sie verbindet Erkenntnisse aus der Kinesiologie mit Einflüssen aus Cranio-Sacral-Therapie, Osteopathie, Akupunktur, Physiotherapie und Chiropraktik. Entwickelt wurde NICE von Carl Ferreri und Dr. George Goodheart und in den 1990er-Jahren maßgeblich von Peter Erikson weiterentwickelt und zugänglich gemacht. Im Kern geht es bei NICE darum, einen Körper, der im Überlebensmodus feststeckt, wieder zurück ins normale, lernfähige Leben zu begleiten. Der Körper und das Nervensystem werden dabei als lernende Systeme verstanden. Neben strukturellen Korrekturen integrierte Peter Erikson bewusst auch die Klärung von Emotionen sowie die gezielte Unterstützung durch orthomolekulare Nährstoffe und Schwingungssubstanzen. NICE ist besonders hilfreich, wenn körperliche Funktionen nicht mehr so arbeiten, wie sie sollten – etwa nach physischen oder emotionalen Traumata, bei anhaltenden Beschwerden oder wenn jemand spürt, dass eine grundlegende Neujustierung sinnvoll wäre. Ähnlich wie bei der Revision eines Instruments wird das System Schicht für Schicht überprüft, neu abgestimmt und stabilisiert. Gearbeitet wird über den Muskeltest im direkten Dialog mit dem Körper. Die Protokolle orientieren sich an Überlebens- und Lernprozessen des Nervensystems. Ziel ist es, alltägliche Körperfunktionen, Koordination und physiologische Abläufe wieder besser zu steuern und zu integrieren. Viele Korrekturen erfolgen im HAZ/DAZ (im Hellen oder Dunkeln/mit Augen auf oder zu) und können nach einmaliger Installation nachhaltig wirksam bleiben oder bei Bedarf wiederholt werden. Ein wichtiger Aspekt der NICE-Arbeit sind die Lovett-Beziehungen im Körper, bei denen über Resonanz gekoppelte Gelenkpaare – wie Occiput–Kreuzbein oder Unterkiefer–Schambein – in beide Richtungen harmonisiert werden. Unterschiedliche Reflex- und Selbsterhaltungssysteme werden angeregt, sich selbst zu regulieren, neu zu justieren und wieder miteinander zu kommunizieren. Körperliche Symptome werden in NICE als Ausdruck neurologischer Unordnung verstanden. Durch die Aktivierung körpereigener Regulationsmechanismen, emotionaler Integration und gezielter Unterstützung des Stoffwechsels kann das System wieder in Balance kommen. Versteckte Stresserinnerungen dürfen auftauchen und integriert werden, auch wenn die Erinnerung selbst bestehen bleibt – entscheidend ist die emotionale und strukturelle Entlastung. NICE ist ein Prozess, der Zeit braucht. Für eine fundierte Revision werden meist mehrere Sitzungen empfohlen, mit bewussten Pausen zur Integration. Schritt für Schritt öffnen sich neue Räume im Körper > Aufrichtung, Erdung, Koordination, Stabilität, innere Klarheit und emotionale Ausgeglichenheit können sich spürbar verbessern. Die NICE-Hierarchie kann Klient*innen zudem gezielt auf weiterführende Trauma-Arbeit vorbereiten.

Touch for Health

TfH ist eine kinesiologische Methode, die darauf abzielt, blockierte Muskel-Energiekreisläufe zu erkennen und auszugleichen. Über manuelle Muskeltests lassen sich Muskelschwächen, Energieblockaden oder Stressmuster sichtbar machen, die sich im Körper ausdrücken. Diese Blockaden können durch gezielte Techniken korrigiert werden, wodurch die Selbstregulationskräfte des Körpers aktiviert werden. TfH unterstützt dadurch Wohlbefinden, geistige Wachsamkeit und die Erhaltung der Gesundheit. Die Methode arbeitet auf mehreren Ebenen. Auf der strukturellen Ebene liegt der Schwerpunkt auf Muskeln, Gelenken und deren Funktion. Blockaden im Energiefluss des Körpers werden direkt angesprochen und behoben, um physische Stabilität und Bewegungs-koordination zu fördern. Gleichzeitig wird auf der energetischen Ebene betrachtet, welche Energie hinter einer Blockade steht, zum Beispiel in Bezug auf Meridiane, Elemente oder energetische Spannungen. Dabei werden gezielt Unterenergien ausgeglichen, während Überenergien unberührt bleiben, damit das System seine natürliche Selbstregulation behalten kann. Darüber hinaus betrachtet die Methode auch die emotionale Ebene. Belastende Themen, alte Traumata oder Stressmuster werden sichtbar gemacht und können integriert werden. Die Arbeitsweise von TfH beruht auf der Nutzung des Muskeltests als Biofeedback-System des Körpers, um Energieblockaden und Schwächen zu erkennen. Korrekturen erfolgen durch sanfte Techniken, Akupressurpunkte oder gezielte Bewegungsabläufe, die den Energiefluss im Meridiansystem harmonisieren. Dabei werden sowohl die Strukturen als auch die Funktionen des Körpers gleichzeitig berücksichtigt. Dies umfasst Wirbelsäulenreflexe, Organ-Meridian-Zyklen, LUO-Punkte, Minibalances, Funktionslokalisierungen und reaktive Punkte. Gleichzeitig werden Metaphern und Bewusstsein eingesetzt: TfH arbeitet mit der Magie des Körpers, wobei jede Zelle ihre eigene Intelligenz besitzt. Durch bewusste Wahrnehmung und gezielte Aktivierung kann der Körper lernen, Energien zu regulieren und in Balance zu bringen. Das Ziel von TfH ist es, den natürlichen Energiefluss im Körper wiederherzustellen, die körperlichen, geistigen und emotionalen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Muskelblockaden, Stressmuster und versteckte emotionale Belastungen zu lösen. Gleichzeitig fördert die Methode körperliche Stabilität, mentale Wachheit und allgemeines Wohlbefinden. TfH eignet sich als präventives Instrument und zur Gesundheitsvorsorge, indem es den Klient*innen hilft, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen. Eine Besonderheit von TfH ist die individuelle Abstimmung jeder Korrektur auf die aktuelle Situation und die Bedürfnisse des Körpers. Die Methode betrachtet den Menschen als Ganzes, wobei physische, energetische und emotionale Ebenen miteinander in Beziehung stehen. So entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist und Energie in Einklang bringt und die natürlichen Selbstregulationskräfte nachhaltig unterstützt.

Systemische Kinesiologie

Die Systematische Kinesiologie (SK) verbindet kinesiologisches Arbeiten mit systemischem Denken. Sie ermöglicht es, innere und äußere Beziehungssysteme sichtbar zu machen, zu verstehen und auf einer tiefen Ebene zu klären. Im Mittelpunkt steht der Mensch als Teil verschiedener Systeme – Familie, Partnerschaft, Arbeit, innere Anteile und körperliche Ebenen – und die Wechselwirkungen zwischen ihnen. Mithilfe von Muskeltests, Körperwahrnehmung und systemischen Aufstellungen treten wir in einen direkten Dialog mit dem individuellen System der Klientin oder des Klienten. Stress, Überlagerungen und alte Muster können erkannt, benannt und schrittweise gelöst werden. Dabei bleibt die Arbeit stets im Hier und Jetzt – Vergangenes wird nur dann einbezogen, wenn es für die gegenwärtige Situation relevant ist und integriert werden kann. Ein zentrales Anliegen der SK ist es, Autonomie, Eigenverantwortung und Wahlfreiheit der Klient*innen zu stärken. Die Kinesiologin wirkt als Gastgeberin und Moderatorin > Sie schafft einen sicheren Raum, gibt Impulse und lädt ein – die Verantwortung für den Prozess und die Entscheidungen bleibt bei der Klientin oder dem Klienten. Es gibt keine vorgegebenen Rollen oder Interpretationen. Wahrgenommen wird, was sich zeigt, und ausgesprochen wird, was sich stimmig anfühlt. Systemische Aufstellungen in der SK sind keine Rollenspiele, sondern ein achtsames Eintreten in Felder. Durch Körperempfindungen, Emotionen und energetische Wahrnehmung entstehen wertvolle Hinweise auf Dynamiken, Verstrickungen und Ressourcen. Bewegung, Positionswechsel, Rituale und gezielte kinesiologische Korrekturen helfen, Stress abzubauen und neue Ordnung entstehen zu lassen. Überlagerungen – das Übernehmen fremder Energien oder Verantwortlichkeiten – können erkannt und gelöst werden, sodass jede Person wieder ihren eigenen Platz einnimmt. Ein besonderer Fokus liegt auf Beziehungsklärung > zu Eltern, Partner*innen, Kindern, inneren Anteilen oder auch zu Organen und Körpersystemen. Ungelöste familiäre Dynamiken wirken oft über Generationen hinweg und spiegeln sich im Körper, im Verhalten und in aktuellen Beziehungen. Heilung geschieht hier nicht durch Schuldzuweisung, sondern durch Achtung, Respekt und Annahme. Ordnung und Liebe bilden dabei die tragenden Prinzipien. Die SK berücksichtigt auch die körperliche Ebene > Organe, Meridiane, Gehirnanteile und Selbstheilungskräfte werden aktiv einbezogen. Kinesiologische Balancen, Touch for Health, Brain Gym und weitere Methoden unterstützen die Integration auf allen Ebenen. Ziel ist nicht nur kurzfristige Entlastung, sondern nachhaltige Veränderung, die im Alltag spürbar wird. Die Arbeit mit SK führt zu mehr Klarheit, Selbstannahme und innerer Stabilität. Sie ermöglicht neue Sichtweisen auf die eigene Geschichte, fördert Verständnis für Zusammenhänge und eröffnet neue Handlungs- und Beziehungsmöglichkeiten. Wenn jede Person ihren Platz einnimmt und Verantwortung für das Eigene übernimmt, entsteht ein Ausgleich, der nicht nur dem Einzelnen, sondern dem gesamten System zugutekommt.

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